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Lebenshilfe

für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung Senden  und  Umgebung e. V.

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Lebenshilfe braucht mehr Helfer !!

Lebenshilfe braucht mehr Helfer

Koordinierung: Esther Hellbrück bespricht mit Gerrit Diekmann seinen Einsatz im familienunterstützenden Dienst

Die Lebenshilfe braucht Hilfe, um ausreichend helfen zu können. Der Verein trommelt, um das Team von ehrenamtlichen Kräften aufzustocken. Außerdem sind Mitstreiter gesucht, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Berufsvorbereitendes Soziales Jahr (BSJ) absolvieren möchten. Der Bedarf an Unterstützung ist groß. Zum Beispiel beim familienunterstützenden Dienst. Denn Esther Hellbrück und ihre Kolleginnen ermutigen Eltern, Entlastung in einer Lebenssituation anzunehmen, die alle Beteiligte besonders herausfordert. Die Einsatzkräfte kommen in die Familien und gestalten die Freizeit der Kinder mit. Das können ein paar Stunden im Schwimmbad oder der Besuch im Kinder- und Jugendtreff sein. Begleitet wird auch das Training im Sportverein oder ein Bummel durch Senden oder Münster. Für die Eltern entstehen kleine Inseln zum Durchatmen oder es lassen sich Lücken in der Betreuung schließen, die etwa entstehen können, wenn beide Elternteile zumindest stundenweise arbeiten. Die gemeinsame Zeit genießen die Schützlinge wie auch ihre Betreuer, betont Gerrit Diekmann, einer der ehrenamtlichen

Kräfte. „Man bekommt viel zurück“, fasst er seine Motivation zusammen. Dennoch wird es für die Lebenshilfe immer schwieriger, Menschen zu finden, die überhaupt noch Zeit investieren können. Eine Hauptzielgruppe waren bisher Oberstufenschüler. Doch die Anforderungen, die inzwischen auf dem Weg zum Abi oder sonstigen Abschlüssen gestellt werden, lassen immer weniger Freiraum übrig. Hinzu kommt, dass die Auswirkungen noch gar nicht abzuschätzen sind, die der Wegfall vom Wehrdienst und damit auch vom Zivildienst in sozialen Einrichtungen haben wird. Mitarbeiten können aber nicht nur junge Leute. Die Lebenshilfe freut sich auch, wenn sich Menschen in anderen Lebensphasen einbringen wollen. Es können schon wenige Stunden sein, so Esther Hellbrück, die für die Kinder große Freude und für ihre Familien einen Moment des Verschnaufens bedeuten.

VON DIETRICH HARHUES

15. Februar  2011

Quelle: Westfälische Nachrichten